Erhard Therapie – Level 2: Bewegungskopplungen aus dem Gangbild

890,00 

Artikelnummer: level-2 Kategorie:

Beschreibung

Ort:

Bühlertal
(genaue Adresse wird noch bekannt gegeben)

Uhrzeiten:
Tag 1, 10:00 – 18:00 Uhr
Tag 2, 09:00 – 17:00 Uhr
Tag 3, 09:00 – 17:00 Uhr

Kosten:
890,00 € Normalpreis
Studenten erhalten auf Anfrage einen Rabatt

Kursbeschreibung

Erhard Therapie Level 2: Bewegungsmuster und essenzielle neuronal-strukturelle Bewegungskopplungen aus dem Gangbild.

Ein NEUES Verständnis des Gangbildes
Bei Erhard Therapie Level 2 geht es um das menschliche Gangbild. Es soll so korrekt sein, dass alles gut getimt miteinander arbeitet und die Muskulatur automatisch zum richtigen Zeitpunkt getriggert wird und sich die Kräfte, die auf den Bewegungsapparat wirken, gleichmäßig verteilen und nichts überlastet wird.

Der Fokus der Herangehensweise und Denkweise wird auch hier weiterentwickelt und die reziproken Auswirkungen innerhalb des ganzen Körpers werden komplexer.

3-D Bewegungslandkarte
Zum einen geht es um das NEUE Verständnis des Gangbildes, d.h. man lernt was an jedem Bereich des Körpers, an jedem Gelenk passieren soll und wie die Bewegung im DETAIL!!! aussehen soll. Man hat dadurch eine 3-D Landkarte oder Schablone, die man für die Diagnostik verwendet. Durch dieses Wissen wird klar, wo die wahren Defizite im Gangbild liegen.
In Level 1 wurden einzelne Bereiche und einzelne Sequenzen aus dem Gangbild zur Diagnostik gelernt. In Level 2 wird es noch ganzheitlicher, da es sich um komplett reale Gangphasen handelt und entsprechend werden die Bewegungskopplungen von Fuß bis Kopf gleichzeitig betrachtet. Das Gelernte aus Level 1 wird genauso wichtig bleiben wie bisher. Es kommt quasi eine neue zusätzliche Ebene hinzu, die noch mehr Informationen über den Patienten / Sportler preisgeben.

Auch hier ist ein ganz zentraler Punkt das Verständnis von Zusammenhängen und wie man diese herausfindet. Erst durch dieses Verständnis wird klar, was genau verbessert werden muss. Außerdem wird verstanden inwieweit bestimmte Bewegungen in der Norm sind, nicht weit genug ablaufen oder sich bestimmte Bereiche viel zu weit bewegen, weil andere Bereiche zu wenig oder gar nicht mehr beweglich sind.

5 Gangphasen – alles gekoppelt
Ein Großer Teil in diesem Kurs beschäftigt sich mit dem Fuß. Viele wichtige Ansichten und Ziele zeigen hier jedoch genau das Gegenteil von dem, was in der heutigen Schulmedizin und Therapie geschult wird. Das Gegenteil!
Die meisten Therapeuten wie Physiotherapeuten und Osteopathen verstehen oft die Welt nicht mehr und fragen sich wie die Ansichten so extrem von jenen abweichen, die heute in der Schulmedizin oder in der Physiotherapie gelehrt werden. In diesem Kurs wird alles Schritt für Schritt verständlich erklärt und vor allem erfahren. Weiter unten werde ich zur Beinachse ein Beispiel aufzeigen und erklären.
Aber es geht um jeden einzelnen Bereich des Körpers. Das Gangbild wird unterteilt in 5 Gangphasen. In jeder essenziellen Gangphase müssen ganz klare Bewegungen gleichzeitig stattfinden. Der Fuß muss 3-dimensional bestimmte Bewegungen machen, während das Knie etwas Bestimmtes macht und gleichzeitig die Hüfte, Becken, Wirbelsäule, Kopf, Schulter, Ellbogen, Hand/ Finger. Weicht ein Bereich ab von dem Muster, welches wir auf diesem Kurs neu gelernt haben, so ist ein Fehler im System. Es muss an anderen Stellen kompensiert werden. Die Bewegung ist unvollständig und bringt Ineffizienz und Probleme.

Essentiell Bewegungskopplungen als Komplexübungen
Die Behandlung sieht in diesem Level so aus, dass man bestimmte Bewegungen, die gekoppelt sind, auf ganz bestimmte Art und Weise durchführt, um genau dort das Gewebe wieder auf Länge zu bekommen wo es verkürzt ist und um genau die Bewegungen wieder herzustellen, die verloren gegangen waren.

Und dabei muss auch jeder Bereich gangspezifische Bewegungen gleichzeitig absolvieren (während der Fuß das und das macht, muss das Knie das und das machen und das Becken, etc. das und das…. gleichzeitig! Und das in 5 verschiedenen Phasen). Die meisten Bewegungsübungen finden im Stehen statt unter dem Einfluss der Schwerkraft, so wie es einfach beim Gehen ist. Das ist ein entscheidender Punkt für das Gehirn. Unser Gehirn weiß genau wie ein effizientes Gangbild aussehen muss und nimmt Defizite wahr, die wir selbst gar nicht wahrnehmen. Und deshalb sind diese Bewegungskopplungen auch so effektiv, da das Gehirn wieder wahrnehmen kann, sobald die Verbesserungen kommen. Dadurch werden Kompensationsmuster viel schneller aufgelöst. Vor allem auch welche, die man vielleicht noch gar nicht konkret angegangen ist. Die meisten Gangphasen haben Überlappungen von Bewegungskopplungen. Das bedeutet, dass wenn bestimmte Bewegungen wieder zurückkommen, d.h. weit genug und zum richtigen Zeitpunkt funktionieren, dann werden andere Gangphasen automatisch auch verbessert sein. Muskelkomplexe werden wieder früher reagieren und einzelne Gelenke werden entsprechend wieder ausgeglichener belastet. Das heißt aber auch, dass sobald die Bewegung im Fuß verbessert wird, eine gekoppelte Bewegung woanders, z.B. im Rücken oder Schulter verbessert wird!!!! Und das ist das, was es für mich immer noch so interessant macht und erfolgreich macht.
Ich erlebe es täglich, aber es ist immer erstaunlich, was sich an Stellen verbessert, die gar nicht direkt behandelt wurden. Wenn man aber die Kopplungen kennt, dann kennt man automatisch die ganzen Bereiche, die zusammenarbeiten (bewegen) müssen.
Die Diagnostik, die Strategie und die ganze Herangehensweise wird durch dieses Wissen komplett verändert. Wenn ich herausgefunden habe, welche Bereiche Defizite habe, so weiß ich automatisch über viele andere Bereiche Bescheid und kann im gleichen Zuge genauer diese Kopplungen prüfen und werde entsprechend weitere Kompensationen feststellen, die man so gar nicht auf dem Schirm hätte.

Eigenverantwortung für Therapie und Prävention
Ich arbeite in der Regel mit einer Druckmessplatte und kann dadurch noch mehr Informationen und Zusammenhänge ableiten. Auch auf der Druckmessplatte lassen sich die Veränderungen fast immer sofort deutlich zeigen. Dem Patienten und Sportler kann ich dadurch klar machen, dass die Veränderungen durch die Übungen kamen, durch das was er oder sie selbst gemacht hat. Und das motiviert die Patienten umso mehr, wenn sie sehen, dass sie selbst auch viel in der Hand haben um Defizite / Probleme / Schmerzen / Leistungseinbußen loszuwerden. Die Übungen sollten nämlich anfangs öfters vom Patienten zuhause gemacht werden und um zu verhindern, dass die Probleme wieder zurückkommen.

Einschränkungen durch zu hohe Muskelspannung durch viel Sport / Belastung aber auch durch Verkürzungen, durch zu wenig Bewegung (v.a. Sitzen), können durch eine entsprechende Regelmüßigkeit der Übungen entgegengewirkt und verhindert werden.

Hilfsmittel
In Level 2 werden ein paar Hilfsmittel zum Einsatz kommen, da manche Bereiche durch die Bewegungsübungen nicht mehr einfach so genügend Länge bekommen und die Muskulatur wieder genügend früh reagiert. Aber all das wird im Detail in Level 2 gelernt.

Integration
Es soll noch eins gesagt sein: Durch die Arbeit von Level 1 (MTME) und die Arbeit von Level 3 (funktioneller, manueller Faszien Release) fangen die Patienten und Sportler mit den Übungen auf einem ganz anderen Level an. D.h. wenn vorher durch MTME und Faszien Release behandelt wurde, werden bestimmte Bewegungen schon viel besser mit weniger Restriktion und Widerstand funktionieren. Deshalb ist für mich der Ablauf immer als erstes MTME, da hier sofort die muskulären Probleme großflächig im ganzen Körper „abgearbeitet“ werden, dann Faszien Release, dann B-E-St Frequenzspezifischer Mikrostrom und dann die Übungen. Wobei die Übungen auch als Assessment frühzeitiger gemacht werden können und diese dann später Schritt für Schritt zu verbessern.

 

Ein kleiner Einblick aus Sicht der ERHARD THERAPIE zum Thema:

Knie

 

NEUER Ansatz, Denkweise, Diagnostik
Meine Vorstellungen, wie Bewegungen an den verschiedenen Gelenken auszusehen haben, ist anders als man dies aus der Physiotherapie, Osteopathie oder Medizin kennt!!!

In meiner Karriere habe ich um die 5000 Therapeuten auf Kursen kennengelernt. Es war nicht einer dabei, der diese Herangehensweise, diesen Denkansatz, Behandlungsmethode und Vorstellung von Bewegung kannte, geschweige denn, dies so in der Praxis umsetzte.
Um dies zu untermauern möchte ich einen kleinen Einblick geben anhand des Beispiels der Knie, Kniebewegung, Knieprobleme.
Das schlimmste, was man für das Knie machen kann ist, bei Kniebeugen, das Knie gerade nach vorne führen!!! Es heißt immer, „Achse halten, Achse halten“. Wenn das Knie gerade nach vorne geht, gibt es immer unnötig Überlastung!

Warum ist das so?
Geht das Knie gerade nach vorne (bei Kniebeugen, Übungen und sogar beim Gangbild), also wird „die Achse gehalten“, dann bewegt und belastet man nur in der sagittalen Achse. Es fehlt die Knierotation, welche nötig ist, dass bestimmte Muskeln zur richtigen Zeit reagieren und am Bewegungsprozess genügend stark beteiligt werden. Werden sie durch die fehlende Rotation nicht beteiligt, dann bleibt die Last die auf das Knie (aber auch Füße, Hüfte und Wirbelsäule) wirkt, durch zu wenig Muskeln abgefangen, allen voran die Muskeln, die vor allem in der sagittalen Bewegung wirken, d.h. Unter anderem wird der M. Quadrizeps viel von der Last übernehmen. D.h. Es wirkt viel mehr Spannung und Kraft auf dem Quadrizeps. Das Kniegelenk wird dadurch zu stark und nicht ausgeglichen belastet! Die Folge sind wieder einmal Schmerzen, Kompensationen an anderen Muskeln und Gelenken und Leistungsminderung. Wie gesagt, ein paar wenige Muskeln übernehmen zu viel und viele andere kommen nicht zum Zuge.
Diese eingeschränkte oder fehlende Rotation bringt auch wiederum verminderte Bewegung und muskuläres Feuern an anderen Stellen, vor allem Füße und Hüfte.
In jeder Ausbildungsreihe kommt es bei diesen Themen meist zu ganz schönen Diskussionen. Es ist genau konträr zu dem was man früher gelernt hat und was als Standard gilt. Auch ich hatte das früher so gelernt. Bei solchen Umdenkprozessen sind sehr viele Therapeuten ganz schön herausgefordert. Aber wenn man dann die praktische Umsetzung sieht und das Ergebnis, dann hört jede Diskussion auf.

Die erste große Hürde und Herausforderung für Therapeuten sind, bei mir das Verwerfen von ihren „Standards“, von Standards der Therapie, Medizin, Sportwissenschaft.

Ich lasse nichts unerklärt! Im Gegenteil, ich erkläre die Wirkungsmechanismen und Prozesse aus unterschiedlichen Perspektiven und mit einer auch dafür neuen Sprache, so dass es jeder klar versteht und nachvollziehen kann.

Jeder Mensch in unserer westlichen, industrialisierten Kultur hat Defizite in der Beweglichkeit der Füße!!!

Das ist eine krasse Behauptung. Gerne erkläre ich wie ich zu dieser Aussage und Erkenntnis komme.

Grund dafür sind zum einen Schuhe und der Boden, auf dem wir uns bewegen. Schuhe Schränken die Bewegung der Füße ein. Sie lassen nicht mehr alle Bewegungen zu und verhindern, dass das ganze Bewegungsausmaß ausgeschöpft wird. Bestimmte Muskeln werden dadurch nicht mehr benutzt oder vom Timing her zu spät benutzt. Zu spät ist zu spät. Es müssen dadurch andere Bereiche wieder kompensieren und mehr Muskelkraft investieren, um dieses Defizit auszumerzen. Man könnte vereinfacht sagen, je stabiler ein Schuh ist, oder in anderen Worten, je steifer ein Schuh ist, umso mehr schränkt er die Bewegung an den Füßen ein und umso weniger werden die Muskeln an den Füßen zum richtigen Zeitpunkt anspringen. Einlagen, die verhindern, dass man mit dem Gewölbe genügend und zum richtigen Zeitpunkt abflachen kann (pronieren kann) blockieren denselben Mechanismus. Man könnte jetzt sagen, ok, dann laufe ich barfuß. Aber dadurch kann man das Problem in unseren „Breitengraden“ nicht umgehen. Denn unser Alltag findet fast ausschließlich auf hartem, flachen Boden statt. Der Fuß wird dadurch immer monoton belastet. Man kommt immer gleich auf, oder zumindest macht der Fuß bei weitem nicht genügend Bewegungen vom Bewegungsausmaß und die Bewegungsebenen werden unverhältnismäßig verwendet.
Bei natürlichem Boden in der Natur kann man sagen, der Fuß kommt nie 2-mal gleich auf und der Boden gibt nach und lässt den Fuß einsinken. Dadurch kann das Gewölbe genügend abflachen, was bei hartem, flachen Boden nicht mehr der Fall ist und durch fast alle Schuhe viel zu sehr eingeschränkt wird. Aber auch unbewegliche, steife Füße, die durch bestimmte Spannungs- und Kompensationsmuster von der Muskulatur und Faszienstrukturen eingeschränkt sind, verpassen diesen absolut entscheidenden Mechanismus. Jeder Schritt beginnt mit dem Fuß. Alles was beim Fuß nicht mehr genügend zur richtigen Zeit bewegt, muss weiter oben wiederum ausgemerzt werden, was wiederum an ganz anderen Stellen im Körper zu Kompensationen und Problemen führt. Dieser Kreislauf setzt sich immer weiter an anderen bestimmten Stellen fort. Um dieses Kompensationsmuster geht es dann, um erfolgreich als erstes die relevanten Bereiche im Körper durch die Zusammenhänge von myofaszialen Spannungsmuster und Bewegungskopplungen herauszufinden!!!

Es kommt auf jeden Bereich des Körpers an. Alle Bewegungskopplungen sind wichtig! Einschränkungen am Daumen können sich durch veränderte Bewegungsmuster ÜBERALL im Körper auswirken und dort zu problematischen Kompensationsmustern manifestieren. Es bringt dann wenig, diesen symptomatischen Bereich zu behandeln und zu erwarten, dass dadurch Überlastungssyndrome und Schmerzen beseitigt werden.

Die Weiterentwicklung der Erhard Therapie in den letzten Jahren, entschlüsselt diese Kompensationen mit einem noch nie dagewesenen Wissen und Können.

Die oben beschriebenen Mechanismen bei Knieproblemen gelten für Überlastung und schleichende Prozesse über Bewegungsmuster, Haltungsmuster, die man durch das tägliche Leben immer mehr manifestiert (Sitzen, Gewohnheiten, Hobbys, Sport, Arbeit…). Bei Schulterproblemen / Schmerzen, die durch ein Trauma (Sturz, Zerrung, Sehnenabriss, -anriss, Prellung, etc. kommen, sieht das natürlich anders aus. Diese kommen Probleme kommen nicht durch Muster, sondern einfach durch das Trauma. Aber viele Traumen, gerade beim Sport, wären vermeidbar, wenn nicht zuvor übermäßige Kompensationsprozesse übersehen worden wären.

GalerieLevel 2
28. Januar 2019

Level 2 | Bühlertal | 2018

Zusätzliche Informationen

Dauer

3 Tage

Voraussetzung

Level 1

Kursort

Kurstermin

26. – 28. April 2023

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